Webseite erstellen lassen: Was Sie vorher wissen sollten
Eine Webseite erstellen zu lassen kostet bei individueller Umsetzung zwischen 500 und 5.000 €, je nach Umfang und Funktionen. Kompakte Seiten stehen oft in zwei bis drei Wochen. Was den Preis wirklich bestimmt, was Sie selbst liefern müssen und woran Sie einen brauchbaren Anbieter erkennen, steht hier.
Baukasten, Agentur oder Freelancer: Was passt wofür?
Drei Wege führen zu einer Website, und sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als im Preis und darin, wie viel Arbeit bei Ihnen bleibt.
Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo kostet zwischen 10 und 30 € im Monat. Sie bauen selbst, aus Vorlagen. Das funktioniert, wenn Sie Zeit haben und Ihre Ansprüche überschaubar sind. Zwei Dinge sollten Sie wissen: Die Seite gehört Ihnen nur, solange Sie zahlen, und viele Baukasten-Seiten laden spürbar langsam, weil sie Funktionen mitschleppen, die Sie nie brauchen.
Eine Agentur beginnt bei kleinen Unternehmensseiten meist im mittleren vierstelligen Bereich. Dafür bekommen Sie ein Team: Konzept, Design, Entwicklung, oft auch Texte und Fotos. Sinnvoll ab einer gewissen Projektgröße. Für einen Handwerksbetrieb mit fünf Seiten ist es überdimensioniert.
Ein Freelancer liegt dazwischen. Sie sprechen direkt mit der Person, die baut, ohne Projektleitung dazwischen. Das ist schneller und günstiger, setzt aber voraus, dass die Person tatsächlich kann, was sie verspricht. Woran Sie das erkennen, steht weiter unten.
Was eine Webseite kostet
Individuell gebaute Websites für kleine Unternehmen liegen in Deutschland typischerweise zwischen 500 und 5.000 €. Die Spanne wirkt groß, lässt sich aber auf drei Faktoren zurückführen.
Der Umfang. Fünf Seiten bedeuten fünf Mal Struktur, Text, Gestaltung und Test. Eine einzelne Landingpage ist deutlich schneller fertig.
Die Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Buchungskalender, ein Mitgliederbereich oder ein Shop sind eigene Bauwerke mit eigener Logik und eigener Fehlersuche.
Die Inhalte. Wer Texte und Fotos bereits hat, spart bares Geld. Wenn beides erst entstehen muss, wächst der Aufwand, manchmal um die Hälfte.
Eine detaillierte Aufschlüsselung mit vier Preisbereichen finden Sie auf der Seite Was kostet eine Website.
Wie lange dauert es?
Eine kompakte Website mit vier bis sechs Seiten ist in der Regel zwei bis drei Wochen nach Projektstart online, vorausgesetzt, Texte und Bilder liegen vor. Das ist der entscheidende Zusatz: In der Praxis scheitern Termine fast nie an der Technik, sondern daran, dass Inhalte fehlen.
Ein realistischer Ablauf sieht so aus: In der ersten Woche entsteht die Startseite als Entwurf, damit Sie die Richtung beurteilen können. Stimmt sie, folgen die übrigen Seiten. Danach Korrekturrunde, Test auf Handy, Tablet und Rechner, Veröffentlichung.
Was Sie vorbereiten sollten
Diese vier Dinge beschleunigen jedes Projekt spürbar:
- Ziel in einem Satz. Sollen Leute anrufen, ein Formular ausfüllen, in den Laden kommen oder einen Termin buchen? Eine Website, die alles gleichzeitig will, erreicht meistens nichts davon.
- Texte oder Stichpunkte. Fertige Texte sind ideal, Stichpunkte reichen auch. Niemand kennt Ihr Angebot besser als Sie.
- Bilder. Eigene Fotos von Ihrem Betrieb, Ihren Räumen, Ihrer Arbeit wirken immer glaubwürdiger als Stockfotos. Handyfotos bei Tageslicht genügen oft.
- Zugänge. Domain und Hosting, falls vorhanden. Wenn nicht, richtet der Dienstleister beides ein.
Woran Sie einen guten Anbieter erkennen
Es gibt ein paar Fragen, die mehr verraten als jedes Portfolio.
Fragt die Person nach Ihrem Ziel oder nur nach der Seitenzahl? Wer sofort einen Preis nennt, ohne zu wissen, was die Seite leisten soll, verkauft Ihnen Quadratmeter statt eines Hauses.
Was steht im Angebot? Ein brauchbares Angebot nennt Leistungsumfang, Zahl der Korrekturrunden, wer die Inhalte liefert und wann die Seite als abgenommen gilt. Fehlen diese Punkte, entsteht der Streit später.
Wem gehört die Website hinterher? Üblich und sauber: Mit vollständiger Bezahlung gehen alle Nutzungsrechte an Sie über. Lassen Sie sich das schriftlich geben.
Was passiert nach dem Livegang? Hosting, Updates, kleine Änderungen. Entweder ist das Teil einer Betreuung oder Sie machen es selbst. Beides ist in Ordnung, nur klären sollte man es vorher.
Was danach noch zu tun ist
Eine Website ist mit dem Livegang nicht fertig, sie fängt dort an. Zwei Dinge sollten Sie direkt erledigen: die Seite in der Google Search Console anmelden, damit Google weiß, dass es sie gibt, und ein Google-Unternehmensprofil anlegen, falls Sie lokale Kunden haben. Das Profil ist kostenlos und erscheint bei Suchen wie „Friseur Traunreut“ oft noch vor der eigenen Website.
Alles Weitere wächst mit der Zeit: Inhalte, die echte Fragen beantworten, Bewertungen, Empfehlungen. Wer Ihnen innerhalb von vier Wochen Platz eins bei Google verspricht, verkauft Ihnen etwas, das niemand garantieren kann.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Webseite erstellen zu lassen?
Individuell gebaute Webseiten für kleine Unternehmen kosten in Deutschland meist zwischen 500 und 5.000 €. Eine kompakte Seite oder Landingpage liegt bei 500 bis 1.000 €, eine Unternehmenswebsite mit mehreren Seiten bei 1.000 bis 2.500 €. Funktionen wie Buchung, Shop oder Mehrsprachigkeit erhöhen den Preis.
Wie lange dauert es, bis die Webseite online ist?
Eine kompakte Website mit vier bis sechs Seiten ist in der Regel zwei bis drei Wochen nach Projektstart online, sofern Texte und Bilder vorliegen. Fehlen die Inhalte, verschiebt sich der Termin entsprechend.
Muss ich Texte und Bilder selbst liefern?
Nicht zwingend. Stichpunkte reichen in der Regel aus, daraus entstehen die Texte. Eigene Fotos des Betriebs wirken allerdings glaubwürdiger als gekaufte Bilder und sollten nach Möglichkeit beigesteuert werden.
Gehört mir die Webseite danach?
Bei einer individuell erstellten Website gehen mit vollständiger Bezahlung alle Nutzungsrechte an den Auftraggeber über. Bei Baukästen und Abo-Modellen ist das anders: Dort endet die Nutzung mit der Kündigung.
Brauche ich einen Baukasten oder eine individuelle Website?
Ein Baukasten lohnt sich bei sehr kleinem Budget und wenn Sie selbst Zeit investieren wollen. Eine individuelle Website lohnt sich, sobald die Seite Anfragen bringen soll, bei Google gefunden werden muss oder einen eigenen Auftritt braucht.