Website für Vereine: Was drauf gehört und was es kostet

Vereinsseiten haben eine Besonderheit: Sie sprechen zwei Gruppen gleichzeitig an. Mitglieder suchen Termine und Ergebnisse, Interessierte wollen wissen, wie sie mitmachen können. Beides auf eine Seite zu bringen, ohne dass sich die Gruppen gegenseitig im Weg stehen, ist die eigentliche Aufgabe.

Zwei Zielgruppen, zwei Wege

Mitglieder kommen regelmäßig und suchen Konkretes: den nächsten Termin, das Trainingsende in den Ferien, die Ergebnisse vom Wochenende. Für sie zählt, dass die Information aktuell ist und schnell erreichbar.

Interessierte kommen einmal und entscheiden in wenigen Minuten, ob sie vorbeischauen. Für sie zählt etwas anderes: Wer trainiert hier, ab welchem Alter, was kostet es, und kann ich unverbindlich schnuppern?

Praktisch heißt das: Die Startseite gehört den Interessierten, mit einem klaren Weg zum Probetraining oder zur Mitgliedschaft. Alles, was nur Mitglieder brauchen, bekommt einen eigenen, gut sichtbaren Bereich.

Welche Inhalte wirklich gebraucht werden

Datenschutz: der heikle Punkt bei Vereinen

Vereinsseiten verarbeiten oft mehr personenbezogene Daten als Firmenseiten, und meistens unbeabsichtigt.

Fotos von Mitgliedern brauchen eine Einwilligung, bei Minderjährigen die der Erziehungsberechtigten. Üblich ist eine Einverständniserklärung beim Eintritt, die auch den Widerruf regelt. Mannschaftsfotos ohne Einwilligung sind ein häufiger Anlass für Beschwerden.

Namenslisten, etwa Ergebnislisten oder Vorstandsmitglieder, gehören nur mit Zustimmung ins Netz. Beim Vorstand ist sie meist ohnehin gegeben, bei Mitgliedern nicht.

Eingebettete Dienste wie YouTube-Videos, Google Maps oder Facebook-Feeds übertragen Daten an die Anbieter und brauchen eine Einwilligung des Besuchers, also einen Cookie-Banner. Wer darauf verzichtet, braucht auch keinen Banner.

Dazu kommen Impressum und Datenschutzerklärung, beides Pflicht. Im Impressum stehen der Verein, die Vertretungsberechtigten, das Vereinsregister und die Registernummer.

Wer pflegt die Seite später?

Das ist bei Vereinen die entscheidende Frage, wichtiger als jedes Designdetail. Eine Seite, die nur eine Person ändern kann, ist spätestens beim nächsten Vorstandswechsel veraltet.

Zwei brauchbare Wege: Entweder bleibt die Seite bewusst schlank und Änderungen laufen über einen Dienstleister, dann lohnt ein kleines monatliches Kontingent. Oder es gibt einen einfachen Redaktionsbereich für Termine und Neuigkeiten, bei dem jemand aus dem Verein eingewiesen wird. Beides funktioniert, nur die Entscheidung sollte vorher fallen.

Was eine Vereinsseite kostet

Eine übersichtliche Vereinswebsite mit Angeboten, Terminen, Ansprechpartnern und Kontaktformular liegt meist zwischen 1.000 und 2.500 €. Kommt ein Bereich dazu, in dem der Verein Termine und Beiträge selbst pflegt, bewegt sie sich im Bereich von 2.500 bis 5.000 €. Für kleine Vereine, die vor allem gefunden werden wollen, ist eine kompakte Seite ab 500 € machbar.

Viele Vereine finanzieren die Seite über Sponsoren aus der Region. Ein Hinweis auf der Startseite, wer die Website ermöglicht hat, ist dafür erfahrungsgemäß genug.

Alle Preisbereiche im Detail stehen unter Was kostet eine Website.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für einen Verein?

Eine Vereinswebsite mit Angeboten, Terminen, Ansprechpartnern und Kontaktformular kostet meist zwischen 1.000 und 2.500 €. Mit einem Bereich zum selbst Pflegen liegt sie bei 2.500 bis 5.000 €, kompakte Seiten sind ab 500 € möglich.

Dürfen Fotos von Mitgliedern auf die Vereinswebsite?

Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen, bei Minderjährigen der Erziehungsberechtigten. Üblich ist eine Einverständniserklärung beim Vereinseintritt, die auch den Widerruf regelt.

Braucht eine Vereinswebsite ein Impressum?

Ja. Ins Impressum gehören der Vereinsname, die Anschrift, die Vertretungsberechtigten nach § 26 BGB sowie das Vereinsregister mit Registernummer. Eine Datenschutzerklärung ist ebenfalls Pflicht.

Wer pflegt die Website nach dem Livegang?

Entweder übernimmt das ein Dienstleister gegen einen kleinen monatlichen Betrag, oder jemand aus dem Verein wird in einen einfachen Redaktionsbereich eingewiesen. Die Entscheidung sollte vor dem Projektstart fallen.

Brauchen wir einen Cookie-Banner?

Nur wenn Dienste eingebunden sind, die Daten an Dritte übertragen, etwa YouTube-Videos, Google Maps oder Analysewerkzeuge. Eine Website ohne solche Einbindungen kommt ohne Banner aus.