Webdesign für Gastronomie: Was Gäste auf Ihrer Website suchen

Gäste öffnen die Website eines Restaurants fast immer mit einer von drei Fragen: Was gibt es zu essen, habt ihr offen, und ist noch ein Tisch frei. Eine Gastro-Website, die diese drei Antworten in Sekunden liefert, bringt mehr Reservierungen als jedes aufwendige Intro. Was das konkret bedeutet, steht hier.

Die drei Fragen, die zählen

Über 70 Prozent der Besucher einer Gastro-Website kommen vom Smartphone, viele davon unterwegs und mit einer konkreten Absicht. Sie stöbern nicht, sie suchen eine Information.

Die Speisekarte. Sie ist der meistgeklickte Bereich jeder Restaurantseite. Trotzdem liegt sie auf vielen Seiten als PDF hinter einem Download-Link. Auf dem Handy bedeutet das: herunterladen, warten, zoomen, scrollen, verlieren. Die Karte gehört als normaler Text auf die Seite, lesbar ohne Zoom und aktualisierbar ohne Grafikprogramm.

Die Öffnungszeiten. Sie müssen stimmen, und zwar überall: auf der Website, im Google-Unternehmensprofil, bei Feiertagen und im Urlaub. Veraltete Zeiten sind schlimmer als gar keine, weil jemand vor verschlossener Tür steht und nicht wiederkommt.

Der Tisch. Eine Telefonnummer, die sich mit einem Tipp anrufen lässt, ist das Minimum. Besser ist ein Reservierungsweg, der auch um 23 Uhr funktioniert, wenn niemand ans Telefon geht.

Was gute Food-Fotos ausmachen

Essen verkauft sich über Bilder, aber nicht über beliebige. Drei Dinge entscheiden: Tageslicht statt Blitz, nah statt Übersicht, und echte Teller aus Ihrer Küche statt gekaufter Stockfotos. Ein Gast erkennt den Unterschied, auch wenn er ihn nicht benennen kann.

Wer kein Budget für einen Fotografen hat, kommt mit dem Smartphone erstaunlich weit: mittags am Fenster, Teller leicht von oben, Hintergrund ruhig. Zehn gute Bilder reichen für eine ganze Website.

Lokale Sichtbarkeit: Google-Unternehmensprofil

Bei Suchen wie „Restaurant Traunreut“ oder „Pizza in der Nähe“ erscheint das Google-Unternehmensprofil fast immer vor der eigentlichen Website. Für Gastronomen ist es damit der wichtigste kostenlose Kanal überhaupt.

Dort gehören hinein: aktuelle Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Fotos von Räumen und Gerichten, die Speisekarte, die Reservierungsmöglichkeit und ein Link zur Website. Bewertungen beantworten, auch die kritischen, am besten sachlich und kurz. Ein Profil, das gepflegt wird, bringt mehr Gäste als drei Monate Social Media.

Die Website bleibt trotzdem wichtig: Sie ist der Ort, an dem Sie bestimmen, was zu sehen ist, und der einzige Kanal, der Ihnen gehört.

Technische Punkte, an denen Gastro-Seiten oft scheitern

Was eine Website für Gastronomie kostet

Eine solide Gastro-Website mit Startseite, Speisekarte, Bildern, Öffnungszeiten und Kontakt liegt meist zwischen 1.000 und 2.500 €. Kommt ein Reservierungssystem oder eine Anbindung an ein Buchungstool dazu, bewegt sich das Projekt im Bereich von 2.500 bis 5.000 €. Eine einzelne Landingpage für einen Mittagstisch oder ein saisonales Angebot ist ab 500 € machbar.

Eine Aufschlüsselung aller Preisbereiche finden Sie unter Was kostet eine Website.

Ein Beispiel aus den Designkonzepten

Auf der Startseite finden Sie unter den Stilbeispielen das Konzept „Glut“: eine Restaurantseite, bei der die Karte selbst die Bühne ist. Kein großes Stimmungsbild am Anfang, sondern das Gericht im Mittelpunkt, umschaltbare Karten für Abend und Mittag, und die freien Tische für heute Abend direkt darunter. Das Konzept zeigt, wie sich die drei Fragen vom Anfang in einem einzigen Bildschirm beantworten lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine Website für ein Restaurant?

Eine Website für ein Restaurant oder Café mit Speisekarte, Bildern, Öffnungszeiten und Kontakt kostet bei individueller Umsetzung meist zwischen 1.000 und 2.500 €. Mit Reservierungssystem liegt sie bei 2.500 bis 5.000 €.

Soll die Speisekarte als PDF auf die Website?

Nein. Eine Speisekarte als PDF muss auf dem Smartphone heruntergeladen und gezoomt werden, und Suchmaschinen lesen sie schlechter. Besser ist die Karte als normaler Text auf der Seite, dann ist sie auf allen Geräten lesbar und über Google auffindbar.

Brauche ich ein Reservierungssystem?

Ein Reservierungsweg, der rund um die Uhr funktioniert, lohnt sich, sobald regelmäßig außerhalb der Geschäftszeiten angefragt wird. Für kleinere Betriebe reicht oft ein einfaches Formular mit Datum, Uhrzeit und Personenzahl.

Wie wichtig ist das Google-Unternehmensprofil für Gastronomen?

Sehr wichtig. Bei lokalen Suchen wie „Restaurant in der Nähe“ erscheint das Google-Unternehmensprofil in der Regel vor der Website. Es ist kostenlos und sollte aktuelle Öffnungszeiten, Fotos und die Speisekarte enthalten.

Welche Fotos brauche ich für meine Gastro-Website?

Zehn bis fünfzehn gute Bilder reichen: einige Gerichte in Nahaufnahme, zwei bis drei Aufnahmen der Räume und ein Bild vom Team. Tageslicht wirkt besser als Blitz, und eigene Fotos überzeugen mehr als gekaufte Stockbilder.